Made in Germany, aber versteht die KI auch Pfälzisch?
Made in Germany, aber versteht die KI auch Pfälzisch?
Aleph Alpha, Kolibri 1 und die Frage, warum digitale Souveränität nicht beim Hochdeutschen enden sollte.
Aleph Alpha, Kolibri 1 und die Frage, warum digitale Souveränität nicht beim Hochdeutschen enden sollte.
Warum Europas Cyberabwehr an einem Wendepunkt steht, künstliche Intelligenz unsere alten Probleme gnadenlos offenlegt und Deutschland dringend über mehr als neue Gesetze und politische Programme sprechen muss.
Italien hat die Espressomaschine geprägt. China hat jahrzehntelang gelernt, wie man sie baut. Jetzt beginnt eine Phase, die für die etablierten Hersteller unangenehm werden könnte: Die neuen Wettbewerber kopieren nicht mehr nur die Maschinen. Sie hinterfragen, welche Teile der traditionellen Konstruktion überhaupt noch notwendig sind.
Eine Analyse über italienische Ingenieurskunst, chinesische Fertigungsnetzwerke, Temperaturstabilität, Druckprofile, digitale Steuerung – und die Frage, wie viel Tradition eine gute Tasse Espresso tatsächlich braucht.
Ein Espresso-System mit Wurzeln in den 1970er-Jahren, ein offener Industriestandard und ausgerechnet heute wieder stark wachsend. E.S.E. ist wesentlich interessanter, als das unscheinbare Papierpad zunächst vermuten lässt.
Wer heute an portionierten Kaffee denkt, landet gedanklich ziemlich schnell bei einer Kapsel. Nespresso, Dolce Gusto, vielleicht noch Tassimo. Kapsel einlegen, Taste drücken, Kaffee fertig.
Vor einigen Wochen habe ich mich hier ausführlicher mit einem Cyberangriff auf mexikanische Regierungsorganisationen beschäftigt, bei dem ein einzelner Angreifer Claude Code und GPT-4.1 sehr tief in seinen operativen Workflow eingebaut hatte.
Wer den Hintergrund noch einmal nachlesen möchte:
und die deutlich technischere Analyse:
Es gibt Cybervorfälle, bei denen mich weniger die Schlagzeile interessiert als das, was zwischen den Zeilen passiert.
Dieser hier gehört für mich definitiv dazu.
Am 27. Januar 2025 passierte an der amerikanischen Börse etwas, das man bis dahin kaum für möglich gehalten hätte.
Nvidia verlor innerhalb eines Tages rund 593 Milliarden US-Dollar an Börsenwert. So viel hatte noch kein amerikanisches Unternehmen an einem einzigen Tag verloren.
Der Grund war kein Krieg, keine Finanzkrise und auch kein Einbruch bei der Nachfrage nach künstlicher Intelligenz.
Es ist kurz nach drei Uhr morgens am 27. Dezember 2025.
Irgendwo sitzt jemand vor einem Rechner und öffnet Claude Code. Nicht, um eine Präsentation zu bauen, Code für eine App zu schreiben oder einen nervigen Fehler zu suchen. Sondern um herauszufinden, wie man in Systeme mexikanischer Behörden eindringt, Daten findet und dabei möglichst wenig Spuren hinterlässt.
Die KI reagiert zunächst genau so, wie man es sich wünschen würde.
Vor rund acht Wochen habe ich in einer Runde eine Präsentation zum Thema „AI Vulnerability Storm“ gehalten. Es ging dabei um eine Entwicklung, die ich nicht nur technisch spannend finde, sondern auch fachlich ziemlich unbequem.
Am Ende habe ich noch ein paar Gedanken aus meiner Glaskugel mitgegeben. Also das, was man meistens sagt, wenn man eigentlich weiß, dass man es nicht genau wissen kann, aber trotzdem ein ziemlich klares Bauchgefühl hat.